Vom Nationalen Krebsprogramm 
zur Nationalen Strategie gegen Krebs

Die Erarbeitung der Nationalen Strategie gegen Krebs 2014–2017 war 2013 ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer gesamtschweizerisch koordinierten Krebsbekämpfung unter Einbindung aller involvierten Akteure. Im Auftrag von Oncosuisse bzw. dem «Dialog Nationale Gesundheitspolitik» oblag der Krebsliga Schweiz bei diesem ambitionierten Projekt die operative Federführung.

Was vor rund einem Jahrzehnt mit der Erarbeitung des ersten Nationalen Krebsprogrammes (NKP 2005–2010) begann und  mit dem NKP II für die Jahre 2011–2015 seine logische Fortsetzung fand, hat 2013 mit der Erarbeitung und Verabschiedung der Nationalen Strategie gegen Krebs 2014–2017 eine zusätzliche thematische Fokussierung und Bündelung erfahren; denn angesichts der demografischen Entwicklung und der damit einhergehenden, mutmasslich signifikanten Zunahme von krebsbetroffenen Menschen in unserem Land bedarf es einer ressourcenorientierten Koordination aller auf die Krebsbekämpfung in der Schweiz ausgerichteten Massnahmen.

Mit der Nationalen Strategie gegen Krebs wird eine Priorisierung der bereits im NKP II beschriebenen wichtigsten Handlungsfelder und Projekte in den drei Bereichen Prävention, Betreuung und Forschung vorgenommen. Unter der operativen Federführung der Krebsliga Schweiz und in einem mehrstufigen Konsultations- und Vernehmlassungsverfahren wurden diese Prioritäten von Expertinnen und Experten aus den jeweiligen Bereichen ermittelt und schliesslich in einem rund 50seitigen Dokument schriftlich festgelegt. Sämtliche in die Nationalen Strategie 2014–2017 gegen Krebs aufgenommenen Projekte und Massnahmen haben sich an den drei folgenden Grundsätzen zu orientieren:

1. Zusammenspiel aller Bereiche: Koordination und Kooperation

2. Integrierte Betreuung: Der Mensch im Mittelpunkt

3. Hohe Qualität für alle: Chancengerechtigkeit

Am 23. Mai 2013 wurde die Nationale Strategie gegen Krebs vom Auftraggeber, dem «Dialog Nationale Gesundheitspolitik» als gemeinsame Plattform von Bund und Kantonen gutgeheissen und schliesslich am 3. Juli 2013 auch vom Bundesrat zur Kenntnis genommen.